Nachhilfe für die Liebe

Nachhilfe für die Liebe

Isabella Lovegood

Auf ihren geliebten Hund Leo kann und muss sich Bianca jederzeit verlassen. Umso größer ist der Schock, als er sich eines Morgens am Haken eines Anglers verletzt.Benjamin wird erst auf den zweiten Blick klar, welch wichtige Aufgabe der Vierbeiner zu erfüllen hat, der da an seiner Angelstelle ins Wasser gesprungen ist: Leo ist Biancas Blindenführhund.Schon während er das humpelnde Tier und sein Frauchen nach Hause fährt, werden sich Bianca und Benjamin der starken Anziehung zueinander bewusst. Für die beiden beginnt eine emotionale und sinnliche Achterbahnfahrt mit ungewissem Ausgang, denn ein dramatisches Geheimnis steht zwischen ihnen.

 

Die Autorin:

 

ISABELLA LOVEGOOD ist das Pseudonym einer österreichischen Autorin, die seit Juli 2016 mit ihrem Mann und einem Hund auf Mallorca lebt.

Zwischenmenschliche Beziehungen, Liebe und lustvoll gelebte Erotik sind für sie das Wichtigste im Leben. Das spiegelt sich auch in ihren Romanen wider. Eigene Erlebnisse und Erfahrungen im Zuge eines bewegten Lebens als Ehefrau, später Alleinerzieherin mit vier Kindern, verschlungenen Berufswegen (unter anderem Dipl. Energetikerin) und reichlich mehr oder minder glücklichen Beziehungen, verbindet sie mit Fantasien zu Geschichten, wie sie auch das Leben schreiben könnte. Aber im Gegensatz dazu immer mit einem Happy End – soviel sei schon vorab verraten!

Die Lust am Leben, an der Liebe und der Sexualität zieht sich durch alle ihre Romane und Geschichten. Sie möchte ihre Leserinnen und Leser unterhalten, anregen, ihnen vor allem Freude bereiten und sie ein wenig aus dem Alltag entführen.

 

Rezension:  Nachhilfe für die Liebe – dich zu sehen

Rezensionstitel: Ein sehr gefühlvoller Roman

5 Sterne

 

Das Cover:

 

Das Cover zeigt in der Abbildung die Sensibilität und die zarte Verbundenheit der beiden Personen. Auch der Hund ist dabei. Es ist im Detail abgestimmt und zusammen mit dem Klappentext eine perfekte Buchpräsentation.

 

Die Geschichte:

 

Biancas Hund springt während eines Spaziergangs an einer Anglerstelle ins Wasser und verletzt sich an einem Anglerhaken. Es dauert einen Moment, bis Benjamin erkennt, dass es sich um einen Blindenhund handelt und wie wichtig er für die junge Frau ist. Er fährt den humpelnden Leo und sein Frauchen nach Hause und beide spüren die Anziehungskraft zueinander. Eine emotionale Geschichte beginnt.

 

Meine Meinung:

 

Eine Geschichte, der ich von der ersten Zeile an gerne gefolgt bin. Sie ist abwechselnd aus Biancas und Benjamins Perspektive in der „Ich“- Form erzählt. Die Figuren sind sehr fein ausgearbeitet, was aufgrund dessen, dass eine blinde Protagonistin eine der Hauptrollen spielt, von großer Bedeutung ist, um wahrhaftig agieren zu können. Ich bin mir sicher, dass durch die Autorin eine ausführliche Recherche über das Thema Blindheit erfolgt ist. Bianca und Benjamin sind sehr sympathisch und lassen mich durch die gewählte Erzählform sehr nah dabei sein. Auch die anderen Figuren sind ihren Charakteren entsprechend äußerst glaubhaft. Die Schauplätze sind präzise beschrieben und nehmen die Leser mit auf diese wunderbare Reise. Die ausgewogenen Perspektivwechsel halten den Spannungsbogen stets hoch. Am Ende des Buches stellte ich für mich fest, dass die erotischen Anteile in der genau richtigen Dosierung, auch an den richtigen Stellen mit sehr viel Feingefühl für die Situation rund um das Geheimnis Biancas eingearbeitet sind. Bleibt noch zu sagen, dass die Autorin wie schon beim letzten Buch das ich lesen durfte, in einer leicht verständlichen und flüssigen Sprache schreibt.

Mein Fazit: Ein sehr gefühlvoller Roman, bei dem die Liebe und die Romantik nicht zu kurz kommen. Es ist ein schöner Liebesroman, aber kein ganz leichter, eher einer, der durch seine Qualität auch zu Nachdenken anregt und Einblicke in das Leben und die Gedanken eines blinden Menschen gibt.

Das Buch bekommt von mir eine Leseempfehlung.

 

Heidelinde von friederickes bücherblog

 

 

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