Inselschwestern

Inselschwestern

Inselschwestern

Elin Hilderbrand

Die Zwillingsschwestern Harper und Tabitha sind unzertrennlich. Doch als die Eltern sich scheiden lassen, nimmt der Vater ein Mädchen mit nach Martha’s Vineyard, das andere bleibt bei der Mutter auf Nantucket. Über die Entfernung leben sie sich auseinander, aus einst engsten Vertrauten werden Fremde, und schließlich bricht der Kontakt vollends ab. Doch dann stirbt der Vater, und Tabitha und Harper tauschen die Inseln – und ihren Alltag – um ihre Familien wieder zusammenzuführen. Ein einzigartiger Sommer bricht an, voller Konflikte und Feindschaften, Liebe und Freundschaften. Wird er die Schwestern versöhnen, oder sie endgültig entzweien?

Die Autorin

 

Elin Hilderbrand hat ihre besten Ideen am Strand oder in den belebten Straßen von Boston. Sie hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie auf Nantucket, Massachusetts, wo auch ihre Geschichten spielen. Ihre Bücher stehen regelmäßig in den Top Ten der New-York-Times-Bestsellerliste.

 

Rezension Inselschwestern

Rezensionstitel: Ein sommerliches Lesevergnügen

4 Sterne

 

Das Cover

 

Die Abbildung zeigt uns zwei Frauen, dazu Sommer, Sonne, Leichtigkeit und Strand. Der Titel unterstreicht die Abbildung, aber der Klappentext lässt schon erahnen, dass die Geschichte nicht ohne Tiefgang auskommen kann. Insgesamt eine vorzügliche Buchpräsentation.

 

Die Geschichte (Achtung: Spoiler)

 

Harper und Tabitha sind Zwillingsschwestern und werden bei der Scheidung der Eltern getrennt. Der Vater lebt mit Harper auf der Insel Martha’s Vineyard und Tabitha bleibt bei der Mutter auf der Insel Nantucket. Die Auswahl, wer wo lebt, ist einem Los gleichzusetzen, was die beiden Schwester, die sehr eng verbunden waren, nicht so einfach wegstecken. Sie werden sich völlig fremd, denn irgendwann ist der Kontakt gänzlich eingeschlafen. Nach vielen Jahren stirbt der Vater und sie sehen sich bei der Trauerfeier wieder. Als ihre Mutter stürzt und ins Krankenhaus muss, beginnt für die Familie ein Sommer, der alles verändern sollte.

 

Meine Meinung

 

Am Anfang des Buches lernte ich die beiden Inseln kennen, deren Bewohner augenscheinlich in Konkurrenz leben, sodass ich von Anfang an, ein klares und intensives Bild der Schauplätze hatte. Die Einheimischen tratschen und reden mehr übereinander als miteinander, und das schlimmer als jedes kleinste Dorf, das man sich vorstellen kann, obwohl die Inseln gar nicht weit auseinanderliegen.

Und dann war ich etwas überrascht. Die beiden Schwestern, die sich ja unterschiedlich entwickelt haben, finden durch verschiedene Vorkommnisse und Schuldzuweisen überhaupt keinen gemeinsamen Gesprächsfaden mehr. Die Mutter ist auch nicht gerade einfach und pflegeleicht und Tabithas Tochter, benimmt sich in ihrem Teenagerverhalten schon mal gar nicht vorbildlich, um es höflich zu umschreiben. Zusammenfassend beharken sich die vier weiblichen Familienmitglieder derart miteinander, dass ich keine von denen als Protagonistin einfach mal so ins Herz schließen konnte. Sie waren aber stimmig ausgearbeitet und ihre Charaktere passten zur Erzählung.

Die Autorin schreibt in einer leicht verständlichen und lebhaften Sprache. Die Geschichte wurde abwechselnd aus Harpers und Tabithas Sicht erzählt, sodass sie trotz ihrer schwesterlichen Kämpfe ziemlich viel Nähe zuließen.

Was mir nicht so gut gefallen hat, waren die endlos langen gedanklichen Rückblenden der beiden Schwestern. Diese waren so tief und breit ausgestaltet, dass die Geschichte meines Erachtens immer wieder zu lange anhalten musste, eher sie spannend fortschreiten konnte. Für meinen Geschmack wäre hier etwas weniger mehr gewesen. Deshalb einen kleinen Abzug.

Insgesamt aber ist das Buch ein Sommerroman, der ein paar tiefergehende Aspekte und menschliche Regungen beleuchtet und dabei sehr unterhaltsam ist. Er bekommt von mir gerne eine Leseempfehlung.

 

Friedericke von „friedericke bücherblog“

 

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