Das Seehospital

das Seehospital

Das Seehospital

Helga Glaesener

Drei Schwestern, drei Schicksale – ein Ort der Menschlichkeit Amrum, 1920: Nur widerwillig kehrt Frida zur Beerdigung des Großvaters zurück auf ihre nordfriesische Heimatinsel. Der alte Kapitän Kirschbaum gehörte zu Amrum wie die Wellen zum Strand. Aber für Frida hatte er zuletzt kein gutes Wort übrig. Ihren Traum, in Hamburg Medizin zu studieren, hielt er für Weiberflausen und drehte ihr den Geldhahn kurzerhand zu. Dabei hätte der Insel-Patriarch eine vertrauenswürdige Ärztin in dem kleinen Hospital, das er für lungenkranke Kinder gestiftet hat, gut gebrauchen können. Nach seinem Tod droht der Einrichtung nun wegen Geldmangels das Ende. Aber was wird dann aus den kleinen Patienten? Fridas Mutter will aus der imposanten Strandvilla lieber ein exklusives Kurhotel machen. Auch von ihren beiden Schwestern kann Frida keine Hilfe erwarten. Dennoch nimmt sie den Kampf auf – und ahnt nicht, wie hoch der Preis für sie und ihre Familie sein wird . . .

Die Autorin:

Helga Glaesener wurde in Niedersachsen geboren und studierte in Hannover Mathematik. 1990 begann die Mutter von fünf Kindern mit dem Schreiben historischer Romane, von denen gleich das Debüt, «Die Safranhändlerin», zum Bestseller avancierte. Seitdem hat sie zahlreiche weitere erfolgreiche Romane geschrieben, darunter auch diverse Krimis. Sie lebt in Oldenburg.

Rezension: Das Seehospital

 

Rezensionstitel:  Eine spannende Familiengeschichte auf Amrum

 

4 Sterne

 

Das Cover:

 

Amrum, die Nordsee und eine junge Frau im Outfit der Zwanzigerjahre. Die Buchpräsentation ist sehr stimmig und einladend und hat mich sehr angesprochen.

 

Die Geschichte:

 

Frida lebt in Hamburg und studiert Medizin. Ihr Großvater tat das als Weiberflausen ab und strich ihr die finanzielle Zuwendung, obwohl er eine gute Ärztin für sein kleines Inselhospital auf Amrum hätte gut gebrauchen können. Als der Patriarch starb, kommt Frida zur Beerdigung nach Hause.
Und dann begannen die Probleme, denn dem Krankenhaus drohte wegen Geldmangel die Schließung. Was soll aus den kleinen Patienten werden? Ihre Mutter möchte ein Kurhotel daraus machen und Fridas Schwestern, waren beide nicht in der Lage große Hilfe zu leisten. Aber Frida entscheidet sich, zu kämpfen, ohne zu ahnen, in welche Strudel die Familie gezogen wird.

 

Meine Meinung:

 

Das Buch hat mich von Beginn der ersten Seite eintauchen lassen. Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und leben stark den ihnen zugewiesenen Charakter. Frida ist da besonders hervorzuheben, die in dieser Zeit eine Frau verkörpert, die willensstark gegen den Strom schwimmt. Die Autorin schreibt in einer flüssigen und leicht verständlichen Sprache, die auch viel Nähe zu den Figuren zulässt. Die häufigen Perspektivwechsel lassen die Geschichte stets und lebhaft voranschreiten und halten den Spannungsbogen hoch. Die Schauplätze sind sehr gut beschrieben und gestatten den Leser bildlich mitzureisen. Die Zeitgeschichte, die den Frauen nicht viel Eigenständigkeit zugestand, war wunderbar eingearbeitet. Dass das Krankenhaus im Laufe der Geschichte etwas in den Hintergrund trat und die Familie mit all ihren Schicksalen nach vorne kam, finde ich nicht erwähnenswert, wie ich das an der einen oder anderen Stelle lesen konnte, denn das Hospital war ja von den Lebensgeschichten der Familie abhängig. Auch der Spannung litt nicht darunter.

Mein Fazit: Eine Geschichte, die mich von der ersten Seite an begeistert hat und deshalb von mir eine ganz klare Leseempfehlung bekommt.

Heidelinde von friederickes bücherblog

 

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