Mein wunderbarer Küstenchor

Mein wunderbarer Küstenchor

Mein wunderbarer Küstenchor

Janne Mommsen

Wie ein Chor ein ganzes Städtchen zusammenschweißt Klütz in Mecklenburg: Die Saison ist vorbei, das Hotel, das Britta leitet, wird für den Winter geschlossen. Ihr seelischer Anker ist der Chor, der seit zwanzig Jahren jeden Mittwochabend probt. Hier singt man, hilft einander, feiert und verliebt sich auch manchmal ineinander. Eines Tages verkündet der langjährige Chorleiter, dass er wegziehen muss. Ein Schock für alle, der Zusammenhalt der Gruppe steht auf dem Spiel. Britta krempelt die Ärmel hoch. Sie veranstaltet ein Casting für einen neuen Chorleiter. Außerdem lernt sie einen jungen Klavierprofessor kennen. Der ist begeistert von ihrem Engagement und überredet sie, den Chor selbst zu leiten. Wird es den beiden gelingen, das Gemeinschaftsgefühl der Sänger neu zu entfachen? Ein Herzensthema für den Autor: Er ist selbst begeisterter Chorsänger und Pianist.

 

Der Autor:

 

Janne Mommsen, Jahrgang 1960, hat in seinem früheren Leben als Krankenpfleger, Werftarbeiter und Traumschiffpianist gearbeitet. Inzwischen schreibt er Drehbücher, Theaterstücke und natürlich Romane. Mommsen hat in Nordfriesland gewohnt und kehrt immer wieder dorthin zurück, um sich der Urkraft der Gezeiten auszusetzen. Passenderweise lebt die Familie seiner Frau seit Jahrhunderten auf der Insel Föhr.

 

Rezensionstitel: Eine Geschichte voller Musik

 

4 Sterne

 

Das Cover:

 

Mit einem einzigen Blick wurde ich eingeladen, von der der Ostsee zu träumen. Die Weite, das Meer, der Steg, die blauen Farben, sind perfekt gewählt. Ich finde das Zusammenspiel der Abbildung mit dem Titel und dem Klappentext sehr gelungen.

 

 

 

Der Inhalt (Achtung: Spoiler!):

 

Ein kleines Dorf an der Ostsee bei Boltenhagen. Britta arbeitet als Leiterin eines Hotels. Während die Sommerzeit vorbei ist, freute sie sich auf ihr Hobby, den Chor, dem sie bereits zwanzig Jahren angehört. Und sie freut sich auf einen gemeinsamen Erfolg, einen Auftritt in Tampere.

Während sie schon für den Auftritt proben, fällt ihr Chorleiter Dustin aus, der einen neuen Job angeboten bekam und die Region verlässt.

Im ersten Moment sieht es so aus, als ob der Chor generell aufgeben muss. Britta entschließt sich, zu kämpfen und einen neuen Chorleiter zu suchen.

Neben einigen Rückschlägen lernt sie Jasper kennen, der sie ermutigt, die Chorleitung selbst zu übernehmen. Ob das alles gelingt und welche Hürden noch genommen werden müssen?

 

 

 

Meine Meinung:

 

Es handelt sich hierbei um einen leichten Sommerroman. Die Figuren sind wunderbar ausgearbeitet und in ihren Charakteren authentisch. Britta ist ausgesprochen sympathisch und lässt mich nah an ihrem Leben teilhaben.

Die Schauplätze sind so gut beschrieben, dass ich in meiner Vorstellung mitreisen und bildlich die Protagonisten begleiten konnte.

Das Thema Chor ist etwas gewöhnungsbedürftig, weil es nicht oft aufgegriffen wird. Allerdings ist es sehr gut mit der Geschichte verwoben, was einen ausführlichen und interessanten Blick in die Arbeit eines Chors gestattet. Das Buch an sich plätscherte eine Weile auf einer Ebene dahin und deshalb fand ich, dass der Spannungsbogen etwas flach angelegt ist und durchaus mehr hätte vertragen können. Das hat aber die Leselust nicht geschmälert, da der Autor das Buch in einer wunderbaren, lebhaften und leicht verständlichen Sprache geschrieben hat.

 

Insgesamt ein sehr unterhaltsamer Roman der mich an die Ostsee mitgenommen und mich gut unterhalten hat.

 

Es bekommt meine Leseempfehlung.

 

Friedericke von „friederickes Bücherblog“

 

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