Ava Lennart – Narrenschicksal

Narrenschicksal

Ava Lennart

Narrenschicksal

Küsse im Karneval

Wie bastle ich mir aus einem One-Night-Stand im Karneval meinen Mr. Right?
Eine verzauberte Nacht im Kölner Karneval. Die als Stern verkleidete Stella findet ihre große Liebe in dem geheimnisvollen Zorro. Doch das Schicksal funkt ihnen dazwischen. Die Liebenden verlieren sich aus den Augen, können sich aber nicht vergessen. Fassungslos stellt Stella fest: die Nacht blieb nicht ohne Folgen. Als die Sternenfrau sich auf die Suche nach ihrem Helden macht, entpuppt sich dieser als Womanizer. Umso lästiger, dass er sich ausgerechnet jetzt beharrlich an ihre Fersen heftet …
Als Taschenbuch und E-Book erhältlich.

Unsere Meinung:

Im Kölner Karneval lernt Stella – passenderweise als Stern verkleidet – Steven kennen. Die beiden verbringen eine wundervolle Nacht, und obwohl sie sich von Anfang an sicher sind, im jeweils anderen die große Liebe gefunden zu haben, verlieren sie sich durch unglückliche Umstände wieder. Eine ganze Reihe von Zufällen sorgt dafür, dass die beiden für eine lange Zeit nicht wieder zusammentreffen: Entweder sie verpassen sich nur um Haaresbreite oder sie werden Opfer von Missverständnissen – und das buchstäblich bis zum Schluss. Die Frage, ob sie am Ende zueinander finden oder nicht, bestimmt im Grunde genommen die ganze Geschichte. Mit anderen Worten: der Plot einer klassischen Lovestory, bis zu deren Happy End (oder auch nicht?) die beiden Liebenden diverse Hürden und Konflikte meistern müssen.
Hinter dem Autorenpseudonym Ava Lennart stehen zwei Autorinnen – beste Freundinnen. Man merkt es aber dem Buch nicht an, dass hier zwei Autorinnen am Werk waren, denn der Schreib- und Erzählstil wirkt wie aus einem Guss und ist angenehm, leicht und flüssig zu lesen. Der Grundtenor ist durchweg humorvoll und frisch. Die Autorinnen verstehen es, dicht und eindrücklich zu erzählen und eine distanzlose Nähe zu ihren Figuren aufzubauen. Dadurch wird auch der Leser nah an die Protagonisten herangeführt. Es wird abwechselnd aus Stellas und aus Stevens Perspektive erzählt. Dabei nimmt man den Autorinnen auch die Perspektive des Mannes (Steven) ohne Wenn und Aber ab, obwohl es in der Regel für Autoren schwierig ist, die Perspektive des anderen Geschlechts glaubhaft darzustellen. Doch das ist den Autorinnen wirklich gut gelungen. Die erotischen Szenen sind einfühlsam gestaltet, es wird nicht zu dick aufgetragen, und dennoch spürt man das besondere Knistern zwischen Stella und Steven.
Natürlich ist das Ende ein Stück weit vorhersehbar, doch das ist nun einmal charakteristisch für viele Storys dieses Genres. Die extreme Häufung von Zufällen und Missverständnissen erscheint in manchen Situationen allerdings überzogen. Nichtsdestotrotz von uns eine klare Leseempfehlung.

Viel Lesevergnügen und gute Unterhaltung wünscht
Susanne von „Friederickes Bücherblog“